6 Tipps zur zielorientierten Gestaltung von Macht
1. Macht als Werkzeug/Instrument zur Zielerreichung begreifen
- Macht ist in der Führung kein Selbstzweck, sondern ein Mittel/Instrument zur Menschenführung und Zielerreichung.
- Wer ein Team leitet, braucht Macht! Nämlich Entscheidungs-/Gestaltungsmacht sowie disziplinarische Macht
- Das Machen, das Beeinflussen, damit Ziele erreicht werden, ist Aufgabe der Führung.
- Entscheidungen müssen konsequent getroffen und umgesetzt werden. Dies ist der Führungsauftrag. Macht, das dazugehörige Instrument.
2. Macht situativ und flexibel nutzen
- In Krisensituationen kann ein direktiver Führungsstil notwendig sein. Hier geht es um Macht ausüben.
- In anderen Situationen ist der kooperative Führungsstil bzw. sind Delegation und Teamarbeit der bessere Ansatz. Hier geht es um Macht abgeben.
3. Macht abgeben – kollegial führen
- Als Führungsperson eines agilen Teams ist es wichtig, Macht abzugeben, d.h. Wissen und Expertise ihrer Mitarbeiter anerkennen und nutzen, Mitarbeitende zu motivieren, für sich zu gewinnen und Verantwortung zu delegieren. Mitarbeitende übernehmen die Aufgaben selbstständig.
- Eine kooperative Führung sorgt für Engagement und Identifikation mit den Unternehmenszielen.
- Doch Vorsicht vor Ohnmacht und Machtvakuum. Zu viel an Machtabgabe kann Mitarbeitende überfordern und für Unklarheit und Chaos sorgen.
4. Macht der Kontrolle
- Macht abgeben heisst auch «machtvoll» darauf zu achten, dass damit gut und zielführend umgegangen wird.
- Die Macht der positiven Kontrolle und Qualitätssicherung darf eine Führungsperson nie aus den Händen geben.
5. Wer Informationen teilt, teilt Macht
- Transparenz und Kommunikation bestimmen wie Macht wahrgenommen und akzeptiert wird. Eine Führungskraft kann Macht missbrauchen, indem sie Informationen zurückhält oder Angst schürt. Sie kann aber auch eine zielorientierte, partnerschaftliche Machtkultur fördern, indem sie Wissen teilt, Orientierung gibt und Mitarbeitende befähigt.
- Schaffen Sie eine offene Feedbackkultur und eine Kultur des Vertrauens.
6. JA sagen zum Potenzfaktor Macht
- Macht ist ein Potenzfaktor für Führungswirken (Potenz = Potential)
- Macht potenziert Wirksamkeit: Wir können beeinflussen – auch konstruktiv!
- Ein JA zur Führungsarbeit bedeutet ein klares JA zu:
meiner Führungsrolle und ihren Aufgaben:
Kein Verstecken hinter vermeintlicher Kollegialität wie «Ich bin einer von euch. Bitte tut mir nichts.»
klaren Grenzen:
Kein Vermeiden von Grenzen setzen nach dem Motto: «Einschränkungen und Kontrolle sind nicht notwendig. Jeder weiss, was er wie zu tun hat.»
meinen Absichten und Forderungen:
Kein Verbergen von Absichten und klaren Forderungen wie «Ich selbst will nichts von euch. Das Unternehmen will.»
meiner gestaltbaren Macht:
Kein Diffamieren von Macht und Verwechseln mit Härte, Starrheit und Gefühlskälte nach dem Motto: «Ich bin keiner von den bösen Machthabern.»
Macht ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zur Führung und Zielerreichung. Machtvolles Handeln sollte also ethisch und verantwortungsvoll sein und nicht zur Selbstprofilierung oder Manipulation genutzt werden.
Ich lade Sie daher ein, sich bewusst mit dem Macht-Thema auseinanderzusetzen.
- Was bedeutet für Sie Macht?
- Welche Machtquellen nutzen Sie wann?
- Setzen Sie Ihre Macht im Sinne des Unternehmens und der Mitarbeitenden verantwortungsvoll ein?
Führungs-Coaching
Wie steht es um Ihr Machtverhalten als Führungskraft? Eine externe Analyse hilft zur objektiven Beurteilung. Ich unterstütze Sie gerne dabei.
Meine Coachingangebote
In meinem Newsletter finden Sie regelmässig wertvolle Tipps zur Führungsarbeit. Gönnen Sie sich jetzt ein Gratis-Abo!