Checkliste: Welche Taktiken kennen und erleben Sie?
Ich habe für Sie eine praktische Checkliste mit häufig verwendeten unfairen Gesprächsstrategien zusammengestellt. Gehen Sie systematisch durch die Liste – und markieren Sie:
Spalte A: Was kenne ich?
Spalte B: Was bringt mich in Gesprächen aus dem Gleichgewicht?
1. Erkennen und nicht persönlich nehmen Unfaire Taktiken zielen oft nicht auf den Inhalt, sondern auf Ihre Emotion. Das Wichtigste ist daher: Erkennen, was gespielt wird – ohne sich provozieren zu lassen. Sagen Sie sich innerlich: „Ah, da kommt das Reizwortspiel“ oder „Jetzt wird abgelenkt.“ Das innere Benennen hilft, Distanz zu schaffen und sachlich zu bleiben.
2. Ruhig bleiben und mit Haltung führen Wer laut oder hektisch reagiert, verliert die Gesprächsführung. Ihre Gelassenheit ist Ihre stärkste Antwort. Sprechen Sie ruhig, klar, mit Pausen. So wirken Sie automatisch souverän – und entziehen unfairen Spielchen die Bühne.
3. Reframing bzw. den Spiess elegant umdrehen Statt frontal zu kontern, formulieren Sie geschickt um: Aus „Das ist doch unrealistisch!“ wird: „Meinen Sie, es ist ambitioniert? Das kann durchaus eine Stärke sein.“ So bleiben Sie im Gespräch – und behalten die Deutungshoheit.
4. Spiegeln, um Verhalten sichtbar zu machen Wenn Ihr Gegenüber Sie unterbricht, provoziert oder ablenkt, benennen Sie das Verhalten ruhig und sachlich: „Wir wechseln gerade häufig das Thema – lassen Sie uns bei Punkt X bleiben.“ „Ich wurde mehrfach unterbrochen – ich würde gern zu Ende führen.“ Das entwaffnet – ohne anzugreifen.
5. Zurück zur Sachebene führen Unfaire Taktiken zielen auf Emotion. Ihre Aufgabe: Wieder zur Sache führen. „Ich möchte gern bei der inhaltlichen Frage bleiben – sie ist entscheidend für die Lösung.“ So zeigen Sie Klarheit – und halten das Gespräch auf Kurs.
6. Alternativen öffnen, statt sich festnageln zu lassen Oft wird nur zwischen zwei Optionen „entweder … oder“ gestellt. Lassen Sie sich nicht darauf ein. „Es gibt sicher noch weitere Optionen – was wäre z. B. eine dritte Möglichkeit?“ Das zeigt lösungsorientiertes Denken – statt Rechthaberei.
7. Souveränes Schweigen oder Humor einsetzen Nicht jede Provokation verdient eine Antwort. Manchmal ist ein kurzer Moment des Schweigen oder ein ruhiger, augenzwinkernder Kommentar die stärkste Reaktion. Oder Sie setzen bewusst auf leichten Humor, z. B.: „Ich merke, da kommt gerade viel auf einmal – lassen Sie uns sortieren.“ Das zeigt: Sie bleiben klar und gelassen – auch unter Druck.
Fazit: Unfaire Taktiken verlieren an Macht, wenn Sie sie:
erkennen,
nicht emotional zurückfeuern,
und elegant in die Sachlichkeit zurückführen.
Vertiefung im Training oder Coaching
Diese Inhalte sind Teil meiner Kommunikationstrainings für Führungskräfte. Darin lernen Sie nicht nur, unfaire Gesprächstaktiken zu erkennen – sondern auch strategisch klug, wertschätzend und sicher damit umzugehen.
Als Einzelcoaching, Teamtraining oder Workshop – auf Ihre Führungssituation zugeschnitten. Lassen Sie uns unverbindlich sprechen – ich freue mich auf Ihre Anfrage.
Du willst Menschen bewegen – ohne dich selbst zu verlieren? Im Newsletter „Klartext. Führung.“ bekommst du alle zwei Wochen klare Impulse für deinen Führungsalltag:
Praxistipps, die wirklich funktionieren
Gedanken, die dich weiterbringen
Impulse für Selbstführung, Kommunikation & Klarheit