Stecken Sie in der Konfliktfalle?

September 29, 2023
White king and black opponents on chessboard

So entstehen Konflikte in Unternehmen

Konflikte gehören zum Arbeitsleben und das Arbeitsleben bringt Konflikte. Das ist ein Faktum, denn wo verschiedene Persönlichkeiten zusammenkommen und ihre eigenen Erfahrungen, Sichtweisen und Werte miteinbringen, kann es früher oder später knistern, reiben, knallen.

In dem Moment, wo negative Gefühle ins Spiel kommen, wir anderen etwas unterstellen, sie abwerten oder den moralischen Zeigefinger heben, sind wir in die Konfliktfalle getappt.

Konflikten aus dem Weg zu gehen, ist keine Lösung.

Bei Nicht-Klärung besteht die Gefahr, dass die Fantasien im Kopf ihr eigenes Drama entwickeln: Unsere Wahrnehmung wird verzerrt, stereotypes Handeln aktiviert und eine Empathie für andere wird im Keim erstickt. Oder anders gesagt: „Konflikte machen krumm und dumm“ (Jürg Jegge, Autor und Pädagoge). Am Ende wird viel Zeit und Geld benötigt, um die Konfliktlösung anzugehen.

Gerade für Führungskräfte ist der Umgang mit Konflikten eine wichtige Aufgabe. Leider wollen viele Führungspersonen diese Herausforderung nicht annehmen, indem sie die Haltung einnehmen „wir sind hier doch nicht im Kindergarten“. Genau das ist das Problem. Der Konflikt wird bagatellisiert, ignoriert, unter den Teppich gekehrt und schwillt bis er explodiert.

Konfliktsignale
Menschen reagieren unterschiedlich auf konfliktäre Situationen.

Während die einen emotional reagieren und explodieren (heisser Konflikt), können andere enttäuscht, frustriert sein und die Freude an der Arbeit verlieren. Im schlimmsten Fall ziehen sie sich zurück und gehen der anderen Konfliktpartei konsequent aus dem Weg (kalter Konflikt). Wenn dies der Fall ist, wird es schwierig, den Konflikt zu erkennen.

Nehmen Sie mögliche Anzeichen wahr und ersticken Sie sie im Keim!

Konfliktlösung bzw. -prävention

Eine Organisation, die nicht konstruktiv mit Konflikten umgehen kann, muss dies im Endeffekt teuer bezahlen. Denn ungelöste Konflikte haben eine negative Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit, Motivation und Gesundheit der Mitarbeitenden.

Führung ist eine Entscheidung!
Eine Entscheidung, die Verantwortung proaktiv zu übernehmen, um etwas voranzubringen.

Übernehmen Sie Führung!


  • Schärfen Sie Ihre eigene Wahrnehmung, um überhaupt Spannungen und Missverständnisse zu erkennen

  • Interessieren Sie sich für Ihre Mitarbeitenden und Ihre Sichtweisen

  • Reflektieren Sie Ihr eigenes Verhalten:
    Hat der Konflikt womöglich etwas mit meinem Verhalten zu tun?
    Wie ist mein persönliches Konfliktverhalten?

  • Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation
    Haben Sie den Mut, konfliktäre Warnsignale anzusprechen. Vielleicht war es ja nur ein Missverständnis? Nur im Dialog können wir Situationen klären!
    Ohne Klärung keine Klarheit!

  • Gehen Sie bewusst mit der Sprache um.
    Sprache ist die Basis für eine konstruktive Kommunikationskultur. Wenn es um Sichtweisen geht, sollten diese in der ICH-Sprache formuliert werden. Nur so wird offensichtlich, dass es sich um eine persönliche Einschätzung handelt. Handelt es sich um eine allgemeingültige Botschaft oder eine Kommunikationssperre (= DU/SIE/MAN-Botschaft) besteht die Gefahr, dass das Gegenüber in den Widerstand geht. Es entsteht eine Blockade, die eine Konfliktlösung verhindert.

Erfolgreiches Konfliktmanagement bedeutet auch Konfliktprävention!

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